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Uluwatu: Tempel, Affenbanden und Surfspots ...
Uluwatu: Tempel, Affenbanden und Surfspots ...
Pierre-Brice Lebrun - 07-02-2011
Die Halbinsel Bukit ist bekannt für ihre Buchten und ihre Weltklasse-Surfspots. Zu letzteren zählt auch Uluwatu am Fuße des Pura Luhur Uluwatu, einem der größten Tempel Balis, bewacht von einer berühmt-berüchtigten Makakenbande.
Sagen Sie hinterher nicht, wir hätten Sie nicht gewarnt! Die Rhesusaffen des Uluwatu-Tempels, auf den ersten Blick recht freundliche Gesellen, sind höchst geschickte Diebe: Von meiner Brille musste ich dort Abschied nehmen …
Plötzlich versteht man auch besser, warum die Vorgängerorganisation der NASA am 11. Juni 1948, 13 Jahre vor Juri Gagarin, ausgerechnet einen Rhesusaffen ins All geschossen hat: Albert I. – so sein Name – erhielt in der Folge Gesellschaft von vier weiteren Artgenossen, die alle den Namen Albert trugen. Wenn ich den erwische, der meine Brille stibitzt hat, schicke ich noch einen Fünften hinterher!
Der Tempel der Geister des Meeres
Die HalbinselBukit südlich von Denpasar, der Hauptstadt der indonesischen Provinz Bali, und von Kuta – neben Katmandu und Kabul einst Teil der „3K’s“, der Lieblingsziele der Hippies – ist vor allem bekannt für ihre Buchten und ihre Weltklasse-Surfspots, darunter Uluwatu am Fuße des Tempels Pura Luhur Uluwatu (Ulu bedeutet „Spitze“, Watu „Felsen“ und Luhur, „göttlichen Ursprungs“), einem der größten Tempel Balis, der von einer frechen Affenbande bewacht wird.
Die Tempelanlage, von der nur ein paar überwucherte Überreste geblieben sind (man hat ständig das Gefühl, Mowgli oder King Louie begegnen zu müssen!), wurde an der Spitze der Halbinsel errichtet. Dort überragt der Luhur Uluwatu auf einer 70 m hohen Steilklippe den Indischen Ozean. Die Aussicht ist herrlich und der Sonnenuntergang unvergesslich schön ... Den Motorroller lässt man auf einem der bewachten Parkplätze stehen (planen Sie 1.000 Rp für den Wächter ein). Der Motorroller ist sicher das praktischste Fortbewegungsmittel, um den Süden von Bali zu besichtigen, auch wenn das Fahren nicht ganz ungefährlich ist. Für 5 Euro pro Tag kann man einen 100 ccm-Roller inklusive Helm mieten.
Das gewölbte Eingangstor zum Tempel ist wunderschön und wird von zwei Ganesha-Statuen flankiert. Ganesha, Sohn von Shiva und Parvati, ist der Gott der Weisheit, Intelligenz, Bildung und Vorsicht. Er wird in der Form eines Mannes mit Elefantenkopf und vier Armen dargestellt. Bei einem Tempelbesuch muss man sich unbedingt die Beine bedecken. Sarong und Gürtel kann man sich am Eingang ausleihen (3.000 Rp).
Auf sieben Meter hohen Wellen surfen
Ein schmaler Weg führt durch die schroffen Felsen hinunter zum Strand: Es geht mal treppauf, mal treppab, so wie die Stufen gerade in den Fels gehauen sind. Am Wegrand befinden sich kleine Hütten mit Warungs, kleinen Restaurants, in denen man für wenig Geld eine Stärkung zu sich nehmen kann, sowie Souvenirläden und natürlich die Shapers, die für eine Kundschaft aus gebräunten Surfern Bretter verkaufen und reparieren.
Der Weg endet an einem weißen Sandstrand, vom Ozean durch eine Höhle getrennt, die man zwischen zwei Wellen im Eiltempo durchlaufen muss. Aber es sind ohnehin nur die Surf-Profis, die sich auf die eindrucksvollen Brecher wagen, die auf der anderen Seite grollend auf die Küste zurollen.
Die anderen begnügen sich damit, dem Schauspiel aus der Entfernung beizuwohnen und in der Horizontalen die paradiesischen Buchten zu genießen, die das ewige Kommen und Gehen des Meeres in die Küste gefressen hat.
Man kann auch die Gelegenheit nutzen, ein Nasi Goreng zu kosten (15.000 Rp), eine leckere lokale Spezialität auf der Grundlage von gebratenem Reis mit Fleisch (manchmal), Gemüse (immer) und einem Ei, ebenfalls gebraten (übrigens ein ideales Rezept, um zu Hause einen Rest Reis zu verwerten).
Die langen, mächtigen und sehr regelmäßigen Wellen brechen sich unten an den Felsen. Sie erreichen leicht eine Höhe von sechs oder sieben Metern und sind selten kleiner als drei Meter! Die Surfer, die für 20 oder 30 Sekunden auf ihnen reiten – das hört sich nach nichts an, aber 20 Sekunden können sehr lang sein – sollten ihre Technik perfekt beherrschen, denn für eine sanfte Landung ist hier nichts vorgesehen.
Der Surfspot Uluwatu verdankt sein Renommee auch der Tatsache, dass er einer der gefährlichsten der Insel ist. Er bietet nicht weniger als sieben verschiedene Breaks und steht damit anderen berühmten Spots wie Padang Padang und Impossible in nichts nach. Insgesamt finden Surfer in Bali ein knappes Dutzend Surfspots in allen Schwierigkeitsgraden vor.
Wenn es Nacht wird …
Lassen wir nun den Tag in einem Warung in Teluk Jimbaran ausklingen, an einer halbkreisförmigen Bucht mit schönem Sandstrand. Hier hat man die Wahl zwischen drei ebenfalls halbkreisförmig angeordneten Strohhütten-Restaurants: eines im Norden (das bekannteste), eines in der Mitte (das bescheidenste) und eines im Süden (vor dem Four Seasons Jimbaran Bay, das hübscheste). Serviert werden Fischgerichte (10.000-20.000 Rp für einen Barramundi), Langusten und Krebse (20.000-50.000 Rp pro 100g.) oder Garnelen (15.000-25.000 Rp). Man isst direkt auf dem Strand, über sich die Sterne, die Füße im weichen Sand, und betrachtet amüsiert das Ballett der Kellner, die mit der steigenden Flut die Tische abräumen müssen. Kein Affe am Horizont? Dann kann man also in Ruhe speisen.
Praktische Hinweise
Essen gehen
Jimbaran Bay Seafood (www.jimbaranbayseafood.com)
Fischrestaurant am Kedonganan Beach
Übernachten
Puri Bambu (www.puribambu.com)
Sauberes Hotel in guter Lage mit einem ausgezeichneten Preis-Leistungsverhältnis (Niveau eines 3-Sterne-Hotels).
40 € bis 70 € pro Zimmer im Internet
Segara Agung (www.segaraagung.com)
43, Jalan Duyung in Semawang Sanur, auf der anderen Seite der Halbinsel, gegenüber der Insel Nusa Penida.
20 € bis 40 € + Steuern + 4 € in der Hauptsaison

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