
Im Oktober 1894 öffnete das Londoner Edison Kinetoscope seine Tore in der Oxford Street 70. Mit dem amerikanischen Gerät wurden Bewegtbilder auf die Leinwand projiziert. Thomas Edison versäumte es jedoch, seine Erfindung in Großbritannien patentieren zu lassen, und so kam es, daß der Elektroingenieur Robert Paul aus Hatton Garden mit der finanziellen Unterstützung zweier Griechen seinen eigenen Kinematographen baute. Der erste Film wurde in Zusammenarbeit mit Birt Acres gedreht und 1895 auf der Empire of India Exposition in Earl‘s Court vorgeführt.
Bei den ältesten Filmen handelt es sich um Aufnahmen aktueller Ereignisse oder um Dokumentarfilme: die Olympischen Spiele von 1908 in White City, Krawalle, Aufmärsche und Demonstrationen der Nachkriegszeit, das Leben in den Slums, der Aufbau der Vororte, das erste Cup Final in Wembley (1923) und das Festival of Britain (1951). Damals hatten die Filmgesellschaften und ihre Verleiher wie Pathé News ihren Sitz in der Charing Cross Road. Soho wurde erst in den 20er Jahren zum Zentrum der Filmindustrie.